Der Wurzerlhof

Die Geschichte des Wurzerlhofs ist bereits hunderte von Jahren alt.
Doch nicht immer war der Wurzerlhof der Wurzerlhof.
Vor einigen Generationen, man schätzt zwischen dem 18. und  dem 19. Jahrhundert, wurde der Hof von unseren Vorfahren käuflich erworben. Damals trug der Hof den Vulgonamen „Mühlbauer“.



Doch wie kam es zum Wurzerlhof? Mein Ur-Urgroßvater sammelte tüchtig Rinden und Wurzeln und trocknete diese dann am Trottoir rund ums Haus. Wofür er diese jedoch benötigte, darüber weiß heute niemand mehr Bescheid und so entstand der Vulgoname „Wurzerl“.



In den folgenden Generationen wurde der Hof als Bauernhof in der damals üblichen Form geführt. 1965 übernahmen meine Eltern Franz und Maria Fürnschuß den Hof. Erstmals konzentrierte man sich auf nur eine Sparte der Landwirtschaft und man widmete sich hauptsächlich der Schweineaufzucht und der Schweinemast. 1988 begannen meine Eltern sich in Alternativkulturen zu versuchen, und so arbeiteten wir bis zum Jahre 1997 im Bereich des Gemüsebaus unter Folie. Doch die Folientunnel sollten nicht ungenützt bleiben und wir bepflanzten sie mit Himbeeren.



Die Arbeit bei solchen Alternativkulturen ist sehr arbeitsintensiv und die Vermarktung sehr schwierig. So beendeten wir unsere „Himbeerära“ 2002. Doch auch dann blieben wir nicht untätig. Schon im Herbst 1997 legte unser Hof die Weichen für die heute schon weitverbreitete „Gesunde Schuljause“ und viele Bäuerinnen folgten unserem Beispiel.
Nicht ohne Stolz möchte ich betonen, dass wir steiermarkweit einer der ersten bäuerlichen Betriebe waren, der mit seinem eigenen Getreide Vollwertgebäck fertigte und Schulen unserer Gemeinde belieferte.


Seit 2003 liegt die Verantwortung des Wurzerlhofs in den Händen von Andrea und Andreas. Im Jahre 2005 entschieden wir uns, eine schon vor Jahren entstandene Idee in die Tat um zu setzen. Wir planten und tüftelten, wir rechneten und kalkulierten, wir rissen ab und bauten wieder hinzu. Es wurde gegraben und geschuftet und nach langer, arbeitsintensiver Zeit war ein Lebenstraum von Andreas und mir in Erfüllgung gegangen. Das damalige Wirtschaftsgebäude, hatte sich in ein modernes Gästehaus verwandelt.

Der Versuch den ursprünglichen Charakter des Hauses zu erhalten und dennoch mit moderner Architektur zu verbinden, ist uns sehr gut gelungen.

Unser kleines Juwel, die Perle des ganzen Hauses, befindet sich, wie es sich für besondere Kostbarkeiten gehört, in der Mitte des U-förmigen Baus. Dabei handelt es sich um ein ca. 200 Jahre altes Gewölbe, dessen Kuppel wir vom Verputz befreiten und somit ein wunderschönes Gewölbe sichtbar machen konnten. Die Seitenwände sowie die sogenannten „Gurten“ ließen wir - wie anno dazumal -  mit Lehm-Strohgemisch verputzen.

Wir haben allen Grund, uns über unser gelungenes Werk zu freuen. 

Jetzt freuen wir uns schon auf unsere zukünftigen Gäste die bei uns am „Wurzerlhof“ einen ruhigen, erholsamen und gelungenen Urlaub verbringen können.